
Samstag 11.10.2025 | ab 18.30 | Schreina47 (Schreinerstr. 47 10247)
UPDATE: Der Vortrag ist aufgrund von Krankheit verschoben. Soli-Bingo findet statt.
19.00 Vortrag: „Kritik des staatlichen Antirassismus“ von Paul Buchmann
Demokratie wird gefördert und gelebt; Zivilgesellschaft gestärkt. Die außerparlamentarische Linke ist längst eine parlamentarische geworden; übt sich in rebellischen Gesten. Wer keine direkte Anstellung bei den fortschrittlichen Parteien oder Behörden gefunden hat, verdingt sich in einer NGO; macht politische Bildungsarbeit. Wo früher einmal Wissen über antifaschistische Arbeit vorhanden war, ist man heute geübt, Förderanträge für ein buntes Miteinander zu schreiben.
Erst verschwand die Grenze zwischen Arbeits- und Freizeit, dann folgte die Trennung zwischen Arbeit und politischem Aktivismus sowie der zwischen NGO und Staat. Die Überraschung vieler Linker, über die nicht gehisste Pride-Fahne auf dem Bundestag zum CSD ist Ausdruck dieser Entwicklung. Ebenso schnell können Parlamente entscheiden zivilgesellschaftliche Initiativen finanziell nicht weiter zu fördern. Durch Wahlerfolge der AfD stellt dies kein hypothetisches Szenario mehr da. Was dies konkret bedeuten kann, lässt sich aktuell in Kahla und Jamel beobachten.
Wie es dazu kam, dass Linke-Initiativen ausschließlich von Fördermitteln abhängig sind und ob das noch was mit antifaschistischer Arbeit oder Affirmation zu tun hat, haben wir Paul Buchmann gefragt.
Paul Buchmann hat für die Phase 2 einen Artikel zur Staatskritik von zivilgeselllschaftlichen Förderprogrammen geschrieben und ist bei der translib organisiert.
Im Anschluss einen drauf machen mit uns und Soli-Bingo für Polylux.
